# Wie prüfe ich, ob ChatGPT und andere KI mein Unternehmen nennen?

> Stellen Sie ChatGPT, Claude, Gemini und Perplexity feste Kundenfragen, jede dreimal, und zählen Sie Nennungen und Quellen. Eine Einzelabfrage ist Zufall.

Published: 2026-10-22 · Updated: 2026-10-23
Source: https://www.itgrows.ai/business/blog/pruefen-ob-chatgpt-mein-unternehmen-kennt
Publisher: ItGrows (https://www.itgrows.ai/business) — AI visibility for businesses

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Sie richten eine feste Liste von Fragen, die Ihre Kunden tatsächlich stellen, an ChatGPT, Claude, Gemini und Perplexity, und zwar jede Frage mehrmals. Dann zählen Sie, in wie vielen Antworten Ihr Unternehmen vorkommt und welche Websites zitiert werden. Eine einzelne Abfrage sagt fast nichts, weil dieselbe Frage bei jedem Durchlauf andere Firmen hervorbringen kann.

Mit drei Durchläufen pro Frage und Assistent kostet ein Bericht über 20 Fragen per API nach Preisen vom Oktober 2026 etwa 5,40 US-Dollar. Im Folgenden beschreiben wir die Methode so, wie wir sie jede Woche selbst anwenden. Dazu gehören auch die Fehler, die wir dabei gemacht oder gesehen haben.

## Warum reicht es nicht, ChatGPT einmal nach meinem Unternehmen zu fragen?

Weil die Antworten schwanken. Stellt man einem Assistenten dieselbe Frage dreimal, nennt er oft verschiedene Unternehmen. In einem Test vom 23. September 2026 mit 20 deutschen Geschäftsfragen nannten zwei Durchläufe derselben Frage zwei unterschiedliche Gruppen von Firmen. Wer einmal fragt und sich findet, hat vielleicht Glück gehabt. Wer einmal fragt und sich nicht findet, hat vielleicht Pech gehabt.

Dazu kommt: Die Assistenten entscheiden selbst, ob sie überhaupt im Web suchen. Anthropic beschreibt in der [Dokumentation zum Web-Search-Tool](https://platform.claude.com/docs/en/agents-and-tools/tool-use/web-search-tool), dass Claude selbst entscheidet, wann eine Anfrage eine Live-Suche braucht. Die Antwort enthält dann Zitate zu den konkreten Quellen. Im genannten Test vom 23. September 2026 beantwortete das Modell 10 der 20 Fragen ganz ohne Suche und zitierte niemanden. Ob Ihre Website eine Chance hat, hängt also schon davon ab, ob in diesem Moment gesucht wird.

Ein zweiter häufiger Fehler ist, nach dem eigenen Firmennamen zu fragen. „Kennst du Firma X?“ prüft, ob das Modell Sie kennt, nicht, ob es Sie empfiehlt. Ihre Kunden tippen Ihren Namen nicht ein. Sie fragen nach einer Lösung, einem Anbieter, einem Preis.

## Welche Fragen sollte ich dafür verwenden?

Nehmen Sie die Fragen, die Ihre Käufer vor einer Entscheidung stellen, und zwar in deren Worten. Für einen Steuerberater wären das etwa „Welcher Steuerberater in Köln kennt sich mit Onlineshops aus?“ oder „Was kostet ein Jahresabschluss für eine GmbH?“. Für ein Softwareunternehmen wären es „Welche Software eignet sich für …?“ und „Wie wähle ich einen Anbieter für … aus?“.

Mischen Sie bewusst zwei Arten von Fragen:

- **Auswahlfragen** („wen soll ich beauftragen“, „wie wähle ich aus“). Hier nennen Assistenten Firmen. In unserem Test vom 23. September 2026 wurden Firmen nur bei solchen Fragen genannt.
- **Sachfragen** zu Kosten, Risiken und Abläufen. Hier werden selten Firmen genannt, aber Websites zitiert. Für eine orthopädische Praxis in Bonn nannten die vier Assistenten am 20. Oktober 2026 bei Auswahlfragen Praxen. Bei Fragen zu Kosten, Risiken und Behandlungen nannten sie dagegen keine.

Zwanzig Fragen sind eine handhabbare Größe. Wichtiger als die Zahl ist, dass die Liste fest bleibt. Wer jede Woche andere Fragen stellt, kann die Wochen nicht vergleichen.

## Wie läuft eine saubere Messung mit vier Assistenten ab?

So gehen wir vor:

1. **Feste Fragenliste** anlegen, zum Beispiel 20 Käuferfragen.
2. **Vier Assistenten** abfragen: ChatGPT, Claude, Gemini und Perplexity, jeweils mit aktivierter Websuche.
3. **Jede Frage dreimal** stellen, in getrennten Durchläufen ohne vorherigen Gesprächsverlauf.
4. **Zählen:** Ein Unternehmen gilt für eine Frage als genannt, wenn mindestens einer der drei Durchläufe es nennt.
5. **Quellen notieren:** Welche URLs werden zitiert? Ihre eigenen, Verzeichnisse oder die von Wettbewerbern?
6. **Wöchentlich wiederholen** und Wochen nur vergleichen, wenn Fragen und Anzahl der Durchläufe gleich geblieben sind.

Warum alle vier? Weil sie sehr unterschiedlich antworten. Die Bonner Praxis wurde am 20. Oktober 2026 in 12 von 80 Antworten genannt, aber sehr ungleich verteilt: Claude 5 von 20, Gemini 4, ChatGPT 2, Perplexity 1. Wer nur ChatGPT testet, hätte ein deutlich schlechteres Bild bekommen als die Gesamtlage.

| Assistent | Kosten pro Frage mit Websuche (API, Oktober 2026) | Worauf Sie achten sollten |
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| ChatGPT | ca. 0,010 US-Dollar | Fand am 19. Oktober 2026 nur 1 von 18 Artikeln, als wir nach dem exakten Titel fragten. OpenAI erlaubt Unternehmen laut [Wikipedia](https://en.wikipedia.org/wiki/ChatGPT), mitzugestalten, wie ihre Inhalte in ChatGPT Search erscheinen. |
| Claude | ca. 0,069 US-Dollar | Entscheidet selbst, ob gesucht wird. Fand im selben Test 7 von 18 Artikeln. Teuerster Assistent pro Abfrage. |
| Gemini | ca. 0,009 US-Dollar | Google hat daneben eigene KI-Oberflächen: Laut [Wikipedia zu AI Overviews](https://en.wikipedia.org/wiki/AI_Overviews) testet Google seit März 2025 einen AI Mode, in dem die ganze Ergebnisseite KI-generiert ist. Diese Fläche sollten Sie gesondert ansehen. |
| Perplexity | ca. 0,0013 US-Dollar | Günstigste Abfrage der vier. Zitierte am 20. Oktober 2026 einen Artikel, den wir auf der Website eines Kunden veröffentlicht hatten, einer deutschen Gründungsberatung. |

Wenn Sie im Browser statt per API testen, nutzen Sie ein Fenster ohne Anmeldung oder ein frisches Konto. Ein Konto, in dem Sie schon oft über Ihre eigene Firma geschrieben haben, ist kein neutraler Messpunkt.

## Was kostet es, die eigene KI-Sichtbarkeit zu messen?

Per API sind die Abfragekosten gering. Ein Bericht mit 20 Fragen, vier Assistenten und drei Durchläufen umfasst 240 Antworten. Nach unseren Werten vom Oktober 2026 kostet er etwa 5,40 US-Dollar. Vier wöchentliche Berichte im Monat liegen also bei rund 22 US-Dollar Abfragekosten.

Der eigentliche Aufwand liegt woanders: Fragen formulieren, Antworten auswerten, Nennungen und zitierte URLs zählen, Veränderungen deuten. Von Hand im Browser heißt das, jede Woche 240 Antworten zu lesen, zu kopieren und auszuzählen. Dabei schleichen sich leicht Abschreibfehler ein. Ein kleines Skript gegen die APIs nimmt Ihnen das ab, verlangt aber jemanden, der es baut und pflegt.

Es gibt auch fertige Werkzeuge. In unserer englischsprachigen Messung vom 21. Oktober 2026 fragten wir die Assistenten selbst nach GEO-Tools. Am häufigsten nannten sie Profound (12 Antworten), Semrush (9), Otterly.AI und Peec AI (je 8) sowie Ahrefs (7). Was Agenturen und Dienstleister insgesamt pro Monat kosten, haben wir in [Was kostet Generative Engine Optimization (GEO) pro Monat?](https://www.itgrows.ai/business/blog/was-kostet-generative-engine-optimization) aufgeschlüsselt.

## Wie lese ich die Ergebnisse richtig?

**Schauen Sie auf die Quellen, nicht nur auf die Nennungen.** Die zitierten URLs zeigen, auf welche Seiten sich die Assistenten stützen. Bei der Bonner Praxis wurde das Verzeichnis jameda.de in 12 Antworten zitiert, am häufigsten aber die eigenen Websites konkurrierender Praxen. Bei Fragen zu GEO zitierten die Assistenten am 21. Oktober 2026 vor allem die Blogs von GEO-Agenturen und Toolanbietern selbst, auf Deutsch etwa geoagentur.de in 6 Antworten. So sehen Sie, welche Inhalte für Ihre Fragen gerade herangezogen werden. Warum das oft die Konkurrenz ist, erklären wir in [Warum empfiehlt ChatGPT meine Konkurrenz und nicht mein Unternehmen?](https://www.itgrows.ai/business/blog/warum-empfiehlt-chatgpt-meine-konkurrenz)

**Verwechseln Sie den Google-Index nicht mit KI-Auffindbarkeit.** Am 19. Oktober 2026 fragten wir nach den exakten Titeln von 18 Artikeln auf drei Kundenwebsites, alle älter als drei Wochen. Google hatte von einer dieser Websites 29 von 30 Artikeln indexiert. ChatGPT fand trotzdem nur 1 der 18 Artikel.

**Messen Sie nicht über Klicks.** Wir haben etwa zwei Wochen Logs von drei Kurswebsites ausgewertet. Genau ein menschlicher Besucher kam über Copilot. Von ChatGPT, Perplexity, Gemini, Claude und Meta AI kam keiner. Assistenten beantworten die Frage meist direkt, statt weiterzuleiten. Ihre Webanalyse zeigt deshalb fast nichts, selbst wenn Sie genannt werden.

**Prüfen Sie stattdessen Ihre Server-Logs auf Live-Abrufe.** Agenten wie ChatGPT-User, OAI-SearchBot und Perplexity-User rufen eine Seite ab, während ein Assistent einer echten Person antwortet. Ein Kundenblog mit einigen Dutzend Artikeln erhielt in zwei Wochen 56 solcher Abrufe auf 24 verschiedene Artikel. Das ist ein gutes Zusatzsignal dafür, dass Ihre Seiten in Antworten einfließen.

## Was tun, wenn mein Unternehmen nicht genannt wird?

Prüfen Sie zuerst die Technik, und zwar die robots.txt. Uns ist das selbst passiert: Eine Regel sollte nur die Weiterleitungsseite /b verbergen. Sie wirkte aber als Präfix und sperrte vom 11. August bis 21. Oktober 2026 auch /blog, /business und alle Artikel unseres Business-Blogs für sämtliche Crawler. Bing Webmaster Tools führte die Seite als „entdeckt, aber nicht gecrawlt“. Google hatte keine der Seiten im Index. Am 21. Oktober 2026 haben wir die Regel auf /b$ geändert. Bei der Nullmessung am selben Tag wurde ItGrows in 0 von 160 Antworten genannt, und keine unserer Seiten wurde zitiert. Wir wissen also genau, wie sich ein Startpunkt bei null anfühlt.

Danach geht es um Fläche. Eine Website hatte vollständiges Markup, Server-Rendering und eine Sitemap, aber nur 75 URLs. Sie tauchte selbst zum exakten Thema eines eigenen Artikels nicht auf. Eine Website mit rund 190.000 crawlbaren URLs wurde dagegen ständig gecrawlt. Der naheliegende Hebel sind Artikel auf der eigenen Domain, die die Käuferfragen direkt beantworten. Den Weg dorthin beschreiben wir in [Wie kommt mein Unternehmen in ChatGPT, Claude, Gemini und Perplexity?](https://www.itgrows.ai/business/blog/wie-kommt-mein-unternehmen-in-chatgpt-antworten)

Für einen schnellen Startwert gibt es den [kostenlosen Check](https://www.itgrows.ai/de). Er erzeugt aus Ihrer Startseite fünf Käuferfragen und zeigt in 25 bis 40 Sekunden, ob ChatGPT und Perplexity Ihr Unternehmen nennen.

Für die laufende Messung stellt ItGrows Ihre Käuferfragen jede Woche ChatGPT, Claude, Gemini und Perplexity, je dreimal, und zählt die Nennungen und die zitierten Websites. Dazu kommen Antwortartikel auf Ihrer Domain sowie Crawler-Zugang und Indexierung. Das kostet 499 US-Dollar im Monat zuzüglich einer einmaligen Einrichtung von 499 US-Dollar (entfällt bei Zahlung für 3 Monate oder ein Jahr), monatlich kündbar. Eine Nennung kann niemand garantieren, auch wir nicht.

Unsere Kunden berichten von Ergebnissen: FreightSizer berichtete im Oktober 2026, in einem Monat zwei neue B2B-Kunden über ChatGPT gewonnen zu haben. appslift erhält nach eigenen Angaben 2 bis 5 Anfragen im Monat über KI-Assistenten.

## Häufig gestellte Fragen

**Kann ich meine KI-Sichtbarkeit kostenlos prüfen?**

Ja, im Browser kostet das nur Zeit: Stellen Sie jedem Assistenten Ihre Käuferfragen mehrmals in neuen Chats und notieren Sie Nennungen und Quellen. Für einen ersten Eindruck zeigt der [kostenlose Check](https://www.itgrows.ai/de) in etwa 30 Sekunden, ob ChatGPT und Perplexity Sie bei fünf Käuferfragen nennen.

**Wie oft sollte ich messen?**

Wöchentlich ist ein guter Rhythmus, weil sich Antworten laufend ändern und Sie so Entwicklungen statt Momentaufnahmen sehen. Entscheidend ist, dass Sie jedes Mal dieselben Fragen mit derselben Zahl an Durchläufen stellen. Sonst sind die Wochen nicht vergleichbar.

**Reicht es, wenn meine Seiten bei Google indexiert sind?**

Nein. In unserem Test vom 19. Oktober 2026 waren 29 von 30 Artikeln einer Website bei Google indexiert, ChatGPT fand aber nur 1 von 18 abgefragten Artikeln. Wie GEO und klassisches SEO zusammenhängen, lesen Sie in [GEO und SEO – was ist der Unterschied?](https://www.itgrows.ai/business/blog/geo-vs-seo-unterschied)

**Warum nennt mich ein Assistent einmal und beim nächsten Mal nicht?**

Die Modelle entscheiden bei jeder Anfrage neu, ob sie suchen und welche Quellen sie verwenden, und wählen dabei unterschiedliche Firmen aus. Deshalb zählen wir ein Unternehmen als genannt, wenn es in mindestens einem von drei Durchläufen vorkommt. Eine einzelne Antwort werten wir nie als Ergebnis.
