Software, die Ihre Sichtbarkeit in KI-Antworten misst, kostet laut veröffentlichten Preisen etwa 17 bis 800 US-Dollar im Monat. Agenturen verlangen für laufende GEO-Betreuung grob 1.500 bis über 50.000 US-Dollar, im deutschsprachigen Raum meist 1.200 bis 6.800 Euro. Wo Sie landen, hängt vor allem davon ab, ob Sie nur messen lassen oder auch Inhalte und Technik umgesetzt bekommen.
Welche Preise nennen Tools und Agenturen?
Belastbare Zahlen gibt es nur dort, wo Anbieter ihre Preise veröffentlichen, und das tun viele nicht. Eine Auswertung von 17 GEO-Tools und -Agenturen durch Noetio kommt zu dem Ergebnis, dass die meisten Agenturen gar keine Preise nennen. Die veröffentlichten Tool-Abos lagen dort zwischen etwa 17 und 800 US-Dollar im Monat, eine Enterprise-SEO-Plattform beginnt bei 2.500 US-Dollar.
WebFX nennt in seiner Kostenübersicht eine breitere Spanne: etwa 10 bis über 1.000 US-Dollar im Monat für Do-it-yourself-Tools und 1.500 bis über 50.000 US-Dollar im Monat für Agenturleistungen, abhängig von Unternehmensgröße und Umfang. Für den deutschsprachigen Markt beziffert Evolix Media die laufende Betreuung mit typischerweise 1.200 bis 6.800 Euro im Monat, einen üblichen Mittelstands-Retainer mit 2.450 bis 3.400 Euro.
| Variante | Preisspanne laut Quelle | Was die Quelle beschreibt | Passt, wenn |
|---|---|---|---|
| Tool zum Selbermachen | ca. 17–800 USD/Monat (Noetio), ca. 10–1.000+ USD (WebFX) | Tool-Abos ohne Umsetzung; Inhalte und Technik bleiben bei Ihnen | Sie ein eigenes Team für Inhalte und Technik haben |
| Enterprise-SEO-Plattform | ab 2.500 USD/Monat (Noetio) | Einstiegspreis einer einzelnen Plattform, Leistungsumfang dort nicht aufgeschlüsselt | Sie ohnehin eine große SEO-Plattform nutzen oder einführen wollen |
| Agentur-Retainer DACH | 1.200–6.800 EUR/Monat, Mittelstand oft 2.450–3.400 EUR (Evolix Media) | Laufende Betreuung durch eine Agentur | Sie die Arbeit abgeben wollen |
| Agentur international | 1.500–50.000+ USD/Monat (WebFX) | Agenturleistungen, Preis abhängig von Unternehmensgröße und Umfang | Sie großen Umfang und großes Budget haben |
Ein Hinweis zur Einordnung: Diese Zahlen stammen aus der Branche selbst. In unserer Messung vom 21. Oktober 2026 zitierten ChatGPT, Claude, Gemini und Perplexity auf Fragen zu GEO am häufigsten die Blogs von GEO-Agenturen und Tool-Anbietern. Wer nach GEO-Preisen fragt, bekommt also meist die Perspektive der Verkäufer.
Wovon hängen die Kosten ab?
Der Preis setzt sich aus drei Bausteinen zusammen, die sehr unterschiedlich viel Arbeit machen.
Messung: günstiger als viele denken
Gemessen wird, indem man Fragen von Kaufinteressenten an die Assistenten stellt und zählt, wer genannt wird. Weil Antworten schwanken, muss jede Frage mehrfach gestellt werden: Dieselbe Frage dreimal gestellt, nennt ein Assistent oft unterschiedliche Unternehmen. Wir stellen jede Frage dreimal und vergleichen Wochen nur bei gleichen Fragen und gleicher Zahl an Wiederholungen.
Die reinen Abfragekosten sind gering. Mit den API-Preisen von Oktober 2026 kostet uns eine Frage mit Websuche einmal gestellt etwa 0,069 US-Dollar bei Claude, 0,010 bei ChatGPT, 0,009 bei Gemini und 0,0013 bei Perplexity. Ein Bericht mit 20 Fragen, vier Assistenten und drei Wiederholungen kostet rund 5,40 US-Dollar. Was Tools darüber hinaus berechnen, ist Oberfläche, Verlauf, Wettbewerbsvergleich und Support. Das kann sinnvoll sein, ist aber nicht der Kern der Kosten.
Inhalte: der größte Kostentreiber
Assistenten können nur Seiten zitieren, die es gibt und die sie finden. Wir haben eine Website mit vollständigem Markup gesehen (Server-Rendering, Article-, FAQPage- und Organization-JSON-LD, Sitemap), die mit nur 75 URLs selbst zum exakten Thema ihres eigenen Artikels nicht in den Antworten auftauchte. Eine Website mit rund 190.000 crawlbaren URLs wurde dagegen ständig gecrawlt. Fläche schlägt Markup. Wer Artikel braucht, die die Fragen seiner Käufer beantworten, bezahlt vor allem für deren Recherche und Produktion.
Technik: selten teuer, aber oft vergessen
robots.txt, Sitemaps, Indexierung bei Google und Bing, IndexNow: Das ist keine große Rechnung, aber ein Fehler hier macht alle anderen Ausgaben wertlos. Wir sprechen aus Erfahrung. Auf unserer eigenen Website sollte eine robots.txt-Regel eine einzige Weiterleitungsseite (/b) verbergen. Weil robots.txt-Regeln als Präfix greifen, sperrte sie vom 11. August bis 21. Oktober 2026 auch /blog, /business und jeden Artikel unseres Business-Blogs für alle Crawler. Bing Webmaster Tools führte unsere Business-Seite seit dem 11. August 2026 als „entdeckt, aber nicht gecrawlt“, Google hatte keine der Business-Seiten im Index. Am 21. Oktober 2026 haben wir die Regel auf /b$ geändert.
Weitere Preisfaktoren sind die Zahl der Sprachen und Märkte, wie umkämpft Ihr Thema ist und wie viele Beratungs- und Reporting-Stunden im Vertrag stecken.
Was bekommen Sie konkret für das Geld?
Fragen Sie bei jedem Angebot, welcher der drei Bausteine enthalten ist. Ein Tool liefert Messung. Eine Agentur sollte Messung, Inhalte und Technik liefern, und Sie sollten sehen können, wie viel Arbeit in jedem steckt.
Inhaltlich ist GEO keine Geheimwissenschaft. Google erklärt in seinem Leitfaden zur Optimierung für generative KI-Funktionen, dass AI Overviews und AI Mode auf Retrieval-Augmented Generation beruhen, die in Googles zentralen Ranking-Systemen verankert ist. In einer eigenen Ankündigung im Search Central Blog räumt Google mit Missverständnissen zu „AEO/GEO“ auf und bestätigt, dass klassische SEO-Grundlagen die Basis bleiben. Wenn Ihnen jemand eine teure Spezialmethode verkauft, die mit diesen Grundlagen nichts zu tun hat, fragen Sie nach.
Gleichzeitig reicht Google allein nicht. Am 19. Oktober 2026 haben wir Assistenten nach den exakten Titeln von 18 Artikeln gefragt, die auf drei Kundenwebsites seit mehr als drei Wochen online waren. ChatGPT fand 1 von 18, Claude 7 von 18, obwohl Google von einer dieser Websites 29 von 30 Artikeln indexiert hatte. Im Google-Index zu sein heißt nicht, dass ein Assistent die Seite findet. Gute Betreuung kümmert sich deshalb auch um Bing und um die Crawler der KI-Anbieter.
Warum dabei oft die Konkurrenz genannt wird, beschreiben wir ausführlicher in Warum empfiehlt ChatGPT meine Konkurrenz und nicht mein Unternehmen?
Welche Fehler machen ein GEO-Budget teuer?
Für Traffic-Versprechen bezahlen. Assistenten beantworten Fragen meist direkt, statt einen Klick zu schicken. In etwa zwei Wochen Logs von drei unserer Kurswebsites, rund 1,2 Millionen Anfragen in den beiden größten Logs, kam genau ein menschlicher Besucher von Copilot. Von ChatGPT, Perplexity, Gemini, Claude, Meta AI und anderen kam keiner. Wer GEO am Website-Traffic misst, wird enttäuscht.
Für Garantien bezahlen. Niemand kann garantieren, dass ein Assistent ein bestimmtes Unternehmen nennt. Die Studie, die den Begriff GEO geprägt hat, zeigt auf einem Benchmark mit 10.000 Anfragen, dass bestimmte Inhaltsmethoden die Sichtbarkeit einer Quelle um bis zu 40 Prozent steigern können. Das ist ein Laborergebnis über viele Anfragen, kein Versprechen für Ihr Unternehmen.
Die falschen Fragen messen. In einem Test vom 23. September 2026 mit 20 deutschen Unternehmensfragen beantwortete das Modell 10 ohne jede Suche und zitierte niemanden. Wo es suchte, zitierte es bei 9 von 10 Primärquellen wie Gesetze, Ministerien, OECD oder große Wirtschaftsprüfer. Firmen wurden nur bei Fragen wie „Wen soll ich beauftragen?“ genannt. Ähnlich bei einer orthopädischen Praxis in Bonn am 20. Oktober 2026: Die vier Assistenten nannten sie in 12 von 80 Antworten, bei Fragen zu Kosten, Risiken und Behandlungen aber keine einzige Praxis. Ein Bericht voller Informationsfragen sieht schlecht aus, obwohl er wenig über Ihre Chancen bei Auswahlfragen sagt.
Nur in Markup investieren. Schema-Auszeichnungen sind sinnvoll, ersetzen aber keine Inhalte, wie das Beispiel mit 75 URLs oben zeigt.
Woran merken Sie, ob sich die Ausgabe lohnt?
Da Klicks kaum messbar sind, brauchen Sie andere Signale:
- Nennungen: In wie vielen Antworten auf Ihre Käuferfragen tauchen Sie auf, über Wochen auf denselben Fragen gezählt?
- Zitierte Quellen: Welche Seiten verlinken die Assistenten? Im Bonner Beispiel wurde das Verzeichnis jameda.de in 12 Antworten zitiert, die eigenen Websites konkurrierender Praxen waren die meistzitierten Quellen.
- Live-Abrufe in Ihren Logs: Agenten wie ChatGPT-User, OAI-SearchBot und Perplexity-User rufen eine Seite ab, während ein Assistent einer echten Person antwortet. Eine Edtech-Plattform, mit der wir arbeiten, erhielt in zwei Wochen 1.918 solcher Abrufe auf Inhaltsseiten, ein Kundenblog mit einigen Dutzend Artikeln 56 auf 24 verschiedenen Artikeln.
- Anfragen: Fragen Sie neue Kunden, wie sie auf Sie gekommen sind.
Was dabei herauskommen kann, berichten unsere Kunden selbst: FreightSizer, ein B2B-SaaS für Frachtvermessung, gewann nach eigenen Angaben im Oktober 2026 in einem Monat zwei neue B2B-Kunden, beide über ChatGPT. MagiScan, eine iOS-App für 3D-Scans, bekommt nach eigenen Angaben Hunderte Installationen im Monat über ChatGPT, Claude und Gemini. appslift, ein Dienst für App-Store-Optimierung, erhält nach eigenen Angaben 2 bis 5 Leads im Monat über KI-Assistenten. Das sind Einzelfälle, keine Durchschnittswerte.
Wie viel sollten Sie für den Einstieg einplanen?
Starten Sie mit einer Bestandsaufnahme, bevor Sie Geld ausgeben. Der kostenlose Check auf itgrows.ai erzeugt aus Ihrer Startseite fünf Käuferfragen und zeigt in etwa 30 Sekunden, ob ChatGPT und Perplexity Sie nennen. Danach wissen Sie, ob Sie bei null anfangen.
Bei null anfangen ist normal. Als wir am 21. Oktober 2026 20 englische und 20 deutsche Fragen zur Sichtbarkeit in KI-Antworten je dreimal an die vier Assistenten stellten, wurden wir in 0 von 160 Antworten genannt, keine unserer Seiten wurde zitiert.
Dann entscheiden Sie nach Ressourcen:
- Eigenes Content-Team vorhanden: Ein Monitoring-Tool im unteren bis mittleren Bereich der genannten Spannen reicht oft. Prüfen Sie vorher selbst robots.txt und Indexierung.
- Kein Team, überschaubares Budget: Suchen Sie ein Angebot, das Inhalte, Technik und Messung zusammen liefert und monatlich kündbar ist. ItGrows kostet 499 US-Dollar im Monat zuzüglich einer einmaligen Einrichtung von 499 US-Dollar (entfällt bei Zahlung für 3 Monate oder ein Jahr), monatlich kündbar: Wir veröffentlichen Artikel auf Ihrer eigenen Domain, beheben Crawler-Zugang und Indexierung und stellen Ihre Käuferfragen jede Woche je dreimal an ChatGPT, Claude, Gemini und Perplexity.
- Mehrere Märkte, viele Produkte: Hier landen Sie realistisch bei Agentur-Retainern im Bereich, den Evolix Media und WebFX nennen.
Welche Schritte dabei in welcher Reihenfolge sinnvoll sind, beschreiben wir in Wie kommt mein Unternehmen in ChatGPT, Claude, Gemini und Perplexity?
Häufig gestellte Fragen
Kann ich GEO auch ganz ohne Budget betreiben?
Die Grundlagen schon: robots.txt prüfen, Sitemaps einreichen, bei Google und Bing indexieren lassen und Artikel schreiben, die die Fragen Ihrer Käufer beantworten. Was ohne Budget fehlt, ist meist die Zeit für regelmäßige Inhalte und eine saubere wöchentliche Messung über mehrere Assistenten.
Warum veröffentlichen viele GEO-Agenturen keine Preise?
Die Noetio-Auswertung stellt nur fest, dass die meisten Agenturen keine Preise nennen, einen Grund gibt sie nicht an. Unsere Einschätzung: Der Umfang schwankt stark, etwa bei Zahl der Artikel, Sprachen, Märkten und Beratungsstunden. Bitten Sie deshalb um ein Angebot, das Messung, Inhalte und Technik getrennt ausweist.
Kann eine Agentur garantieren, dass ChatGPT mein Unternehmen nennt?
Nein. Assistenten nennen auf dieselbe Frage oft bei jedem Durchlauf andere Unternehmen, und viele Fragen beantworten sie ganz ohne Suche. Seriös ist, was messbar ist: Nennungen auf festen Fragen über die Zeit.
Wie schnell zeigen sich Ergebnisse?
Eher in Wochen und Monaten als in Tagen. In unserem Test vom 19. Oktober 2026 fand ChatGPT nur 1 von 18 Artikeln, die seit über drei Wochen online waren. Eine erste Zitierung eines von uns veröffentlichten Kundenartikels sahen wir in der Messung vom 20. Oktober 2026 bei Perplexity.
